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Nachlese zur Bundesligasaison
Mittwoch, den 09. September 2009 um 11:33 Uhr

Das erste Jahr im Oberhaus des deutschen Inlinehockeys ist schon seit geraumer Zeit vorbei. In drei von zwölf Spielen ging der Aufsteiger aus der Wetterau als Sieger vom Platz, dies bedeutete aber auch gleichzeitig den letzten Tabellenplatz. 73 geschossenen Toren stehen Ende Juli 130 Gegentore gegenüber. Ein Optimist würde sagen, da ist noch viel Potenzial nach oben. Jedoch hätte die Tabelle auch anders aussehen können.

Der geplante Deutschlandpokal ist nach kurzfristiger Absage der bisherigen Aushängeschilder im deutschen Inlinehockey aufgrund von fehlender Spielmöglichkeiten und zu geringer Mannschaftsanzahl auch noch ins Wasser gefallen.

Wie wird es im nächsten Jahr weitergehen?

Ja, die Saison hinterlässt auch bei den Devils große Spuren. Nach den schweren Verletzungen von Marc Drebes (kein Spiel in der Saison 2009) und Alexander Althenn (ein Spiel) schrumpfte bereits zu Beginn der Saison der Kader um gleich zwei qualitativ hochwertige Spieler. Nachdem man sich entschloss Christoph Röhrig und Jan Hofmann in der zweiten Mannschaft Spielpraxis sammeln zu lassen, trug dies das Nötige dazu.

Durch die lange Eishockeysaison und die danach angestandenen Urlaube einiger Spieler konnten die Devils erst ab dem 16. Mai in das Spielgeschehen eingreifen. Da die Saison nur bis Ende Juli ausgelegt war, bedeutete dies, dass man quasi jedes Wochenende Doppelwochenenden hatte. Im ersten Spiel empfing man die Pinguine aus Baunatal, welche man klar dominierte. Bereits nach 18 Minuten führte man 5:0. Danach kämpfte sich Baunatal noch mal ins Spiel und innerhalb der letzten Spielminute erzielten sie zwei weitere Treffer zum 6:6. Erst im Penaltyschiessen war es Dennis Cardona, der zumindest zwei der drei verdienten Punkte sichern konnte.
Bereits einen Tag später empfing man den Vizemeister aus Mannheim. Diese gaben von Beginn an den Ton an, konnten nach elf Sekunden bereits 1:0 in Führung gehen, doch drehten die Devils bis zur 7. Spielminute das Ergebnis auf 4:1 für die Hausherren. Zur Halbzeit konnten die Quadrats aus Mannheim 9:8 in Führung gehen, ehe in der zweiten Halbzeit ein kompletter Einbruch einsetze und am Ende eine deutliche 21:11 Niederlage auf der Ergebnistafel stand.
Eine Woche später empfing man samstags die DEG Rhein Rollers. Auch gegen Düsseldorf sah es nach einer 7:4 Führung nach einem Sieg in der regulären Spielzeit aus, doch kurz vor Ende drehten die Rheinländer das Spiel auf 9:8. Wölfersheim zeigte Moral und konnte 31 Sekunden vor Schluss ausgleichen und war schließlich in der Verlängerung erfolgreich.
Das Spiel gegen die Grizzlys aus Bad Nauheim gestaltete sich ähnlich. Nach 5:3 Halbzeitführung konnte man die Eishockeyprofis aus der Kurstadt überraschen, jedoch konnten diese 90 Sekunden vor Schluss den Siegtreffer erzielen und entführten mit dem 8:9 drei sicher geglaubte Punkte aus der Gemeinde.
Das zweite Wetterauer Derby fand am 29.05. in Assenheim statt. Hier verlor man verdient, sehr deutlich gegen die Patriots mit 13:3, da man nie auf Augenhöhe mit den Niddatalern spielen konnte.
In Kaufungen hätte man aufgrund von Regenabbruchs drei Punkte mit nach Hause nehmen können, aber auch hier lief wieder alles schief, da ein Auto mit Panne auf der A5 liegen blieb und man dadurch nicht die notwendige Mindestspielstärke stellen konnte. 8:0 Wertung gegen die Devils.
Fünf Tage später musste man kurzfristig aufgrund des Regens in das Bad Nauheimer Eisstadion ausweichen und spielte gegen den Deutschen Meister aus Kaufungen gut mit, verlor jedoch am Ende auch deutlich mit 5:11 gegen die Sharks.
24 Stunden später wurde an gleicher Wirkungsstätte das Rückspiel gegen die Rhein Main Patriots ausgespielt. In einem spannenden Spiel fehlte am Ende doch wieder die Kraft und Konzentration, nachdem man sich nach einem 8:11 Spielstand vier Minuten vor Ende noch auf ein 11:11 rankämpfte. 11:12 nach Verlängerung verlor man gegen die Südwetterauer.
Bereits vier Tage danach musste man im ehrwürdigen Friedrichspark in Mannheim zum Rückspiel anreisen, hier war ebenfalls gar nichts zu holen. 13:1 ging man hier unter!
In Baunatal konnte man zwei Tage später mit einer Energieleistung mit dem 9:6 Sieg den ersten Auswärtssieg feiern. Ehe man in Bad Nauheim mit 7:3 und in Düsseldorf mit 15:5 unter die Räder geriet.

Binnen 42 Tagen 12 Spiele, das zehrt dann doch ganz schön an den Kräften, insbesondere wenn man nur über einen kleinen Kader verfügt. Im nächsten Jahr müssen wir die Spiele gleichmäßiger verteilen und unsere Urlaube entsprechend planen. Wie es jedoch weitergehen wird, steht wohl noch in den Sternen. Gerüchten zufolge sollen sich wohl einige Mannschaft bei anderweitigen Spielbetrieben umschauen. Konkretes wird wohl am 04.10.2009 in Mannheim auf der Bundesligatagung bekannt gegeben.
Die Devils jedenfalls sahen die erste Saison als Lernstunde und wollen im nächsten Jahr erneut versuchen sich in der Bundesliga zu behaupten. Hier gilt es den Kader zusammen zu halten, was keine leichte Aufgabe aufgrund dieser Saison sein wird. Die Saison 2009 war keine Werbung für den Inlinehockeysport!

Noch was für die Statistikfans:
Interner Topscorer wurde Erik Pipp, welcher in elf Spielen auf acht Tore und 21 Vorlagen kam. Dicht gefolgt von Dennis Cardona, der in acht Spielen 18 Tore und acht Vorlagen für sich verzeichnen konnte. Gleiches Bild gibt sich auch in der Sünderstatistik, hier führte Erik mit 47 Strafminuten, ehe Dennis mit 35 folgte.

 
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